Wikingerknödel mit Hackfleisch und Käsesauce: Ein leckerer Auflauf für die ganze Familie

Vielleicht kennst du das auch, wenn nach einem langen Tag alle hungrig nach Hause kommen und du etwas auf den Tisch bringen willst, dass ohne viel Tam Tam auskommt und einfach satt und glücklich macht. Wikingerknödel sind bei uns so ein typisches Essen, das ein bisschen an Kindheit erinnert und bei dem am Ende meistens die Form komplett leer gekratzt ist In diesem Rezept zeige ich dir, wie du aus einer Packung Mini Knödel und ein bisschen Hackfleisch einen herzhaften Auflauf zubereitest, der perfekt in den Alltag passt. Besonders wenn Kinder mitessen, ist das Gericht ein echter Retter, weil die kleinen Knödel und geschmolzener Käse eigentlich immer gut ankommen. Wir nutzen dafür auch Dinge, die oft sowieso im Schrank stehen, wie Erbsen aus dem Tiefkühler oder Möhren aus der Dose. Das spart Zeit beim Schnippeln und ist eine super Möglichkeit, Reste zu verwerten. Ich nehme dich jetzt Schritt für Schritt mit, damit der Auflauf genau so wird, wie er sein soll.

In der Pfanne: So startest du die Wikingerknödel

 

Zuerst geht es ans Hackfleisch. Ich nehme dafür am liebsten ganz normales gemischtes Hack oder Rinderhack, je nachdem, was gerade da ist. Wichtig ist, dass die Pfanne richtig heiß ist, damit das Fleisch beim Anbraten direkt Farbe bekommt und schön krümelig wird. Ich würze es auch direkt beim Braten mit Salz und Pfeffer, damit der Geschmack von Anfang an drin ist.

Wenn das Fleisch gut aussieht, kommen die Zwiebeln und der Knoblauch dazu. Die schneide ich vorher fein, damit sie in der Sauce später fast verschwinden und nur ihren Geschmack abgeben. Sobald die Zwiebeln glasig sind, ist es Zeit für das Gemüse.

Warum Erbsen und Möhren?

 

Ich finde, Erbsen und Möhren gehören einfach zu Wikingerknödeln dazu. Wie du auf dem Bild siehst, nutzen wir hier einen praktischen Weg: TK Erbsen und Möhren aus der Dose (oder dem Glas). Warum? Weil wir uns das ewige Schälen und Schnippeln sparen.

Das Gemüse kommt einfach mit in die Pfanne und wird kurz mitgeschwenkt.

Mit Rinderbrühe ablöschen

 

Wir gießen alles mit der Rinderbrühe auf. Das ist die Grundlage für unsere spätere Käsesauce. Die Brühe löst die Röststoffe vom Pfannenboden, die beim Hackfleisch anbraten entstanden sind. Das gibt der Sauce hinterher diesen herzhaften Geschmack, ohne dass wir großartig nachhelfen müssen.

Lass das Ganze einmal kurz aufkochen, damit sich alles verbindet.

Die Sauce binden und die Knödel platzieren

 

Jetzt wird es richtig cremig. Damit wir eine Sauce bekommen, die nicht einfach nur flüssig ist, sondern die Knödel später richtig schön umschließt, nutzen wir Schmierkäse und Frischkäse.

Rühre den Schmierkäse / am besten mit Gouda Geschmack ) und den Frischkäse direkt in die Pfanne zur Hackfleisch Mischung ein.

Durch die Resthitze schmilzt der Käse recht schnell. Du solltest so lange rühren, bis eine glatte, glänzende Sauce entstanden ist.

Eine ordentliche Prise Muskatnuss gehört für mich bei Knödelgerichten einfach dazu, das passt sehr gut zur Käsesauce. Schmecke alles noch mal mit Salz und Pfeffer ab, aber sei vorsichtig mit dem Salz, da die Rinderbrühe und der Schmierkäse oft schon genug mitbringen.

Ab in die Auflaufform

 

Sobald die Sauce fertig ist, füllst du alles in eine passende Auflaufform um. Verstreiche die Masse gleichmäßig, damit wir eine ebene Fläche für die Knödel haben.

Jetzt kommen die Mini Knödel zum Einsatz. Für eine normale Auflaufform, wie du sie hier siehst, sind etwa 20 Stück ideal. So ist die Form gut ausgefüllt und jeder bekommt bei Tisch genug ab. Du kannst die Knödel entweder im Ganzen lassen oder sie einmal in der Mitte durchschneiden. Wenn du sie halbierst, legst du sie am besten mit der Schnittfläche nach unten in die Sauce. Das hat den Vorteil, dass sie sich richtig schön mit der Sauce vollsaugen können, während die runde Oberseite im Ofen später leicht knusprig wird.

Ein kleiner Praxistipp:

Achte darauf, dass die Knödel nicht komplett in der Sauce versinken. Sie sollten etwa zur Hälfte herausgucken. So hast du später diesen tollen Kontrast zwischen dem weichen Boden, der in der Käsesauce liegt, und der leicht festen Oberseite, auf der wir gleich noch den Käse verteilen.

Der letzte Schritt

 

Jetzt kommt der Schritt, der aus den vorbereiteten Zutaten diesen herrlichen Auflauf macht, den du auf unserem Bild siehst. Streue den Streukäse großzügig über die Knödel und die Sauce. Ich nehme dafür am liebsten einen mittelalten Gouda oder eine Mischung aus Gouda und etwas Emmentaler, wenn es ein bisschen kräftiger sein soll.

Stelle die Auflaufform auf den mittleren Einschub in den auf 170 °C Umluft vorgeheizten Ofen. Die Backzeit beträgt etwa 15 Minuten. Da alle Zutaten außer dem Käse und den Knödeln ja eigentlich schon gar sind, geht es hier vor allem darum, dass der Käse schmilzt und eine schöne Farbe bekommt und die Knödel heiß werden. Behalte den Auflauf gegen Ende der Zeit im Auge – jeder Ofen backt anders, und der Käse soll goldbraun werden, nicht dunkelbraun.

Ein Tipp für die perfekte Käsekruste

 

Wenn du es besonders knusprig magst, kannst du in den letzten zwei bis drei Minuten die Grillfunktion deines Ofens zuschalten. Aber Vorsicht: Bleib direkt vor dem Ofen stehen, denn der Käse verbrennt unter dem Grill rasend schnell.

Wikingerknödel vegetarisch oder vegan: So einfach geht's

 

Wir bekommen oft Fragen, wie man unsere Rezepte fleischlos zubereiten kann. Das ist bei den Wikingerknödeln überhaupt kein Problem. Du kannst das Hackfleisch durch eine vegetarische oder vegane Alternative ersetzen, ohne dass der deftige Charakter verloren geht.

  • Die Hackfleisch Alternative: Es gibt im Supermarkt mittlerweile viele fertige Hack Alternativen auf Basis von Soja oder Erbsenprotein, die du 1:1 wie das Fleisch anbraten kannst.
  • Der Walnuss Hack Trick: Eine richtig leckere und selbstgemachte Alternative ist Hack aus Walnüssen. Dafür weichst du etwa 200 g Walnusskerne für 20 Minuten in warmem Wasser ein, gießt sie ab und hackst sie dann im Multizerkleinerer grob. Brate die Nussmasse zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch kräftig an. Für die richtige Bindung und eine dunklere Farbe kannst du noch eingeweichte und pürierte Kidneybohnen oder Linsen untermischen.
  • Käse und Sauce veganisieren: Für eine rein vegane Variante nimmst du statt der Rinderbrühe eine kräftige Gemüsebrühe. Den Schmierkäse und Frischkäse ersetzt du durch pflanzliche Alternativen auf Mandel, Cashew oder Sojabasis. Achte darauf, dass diese gut schmelzen. Als Abschluss nimmst du einen veganen Reibekäse, der im Ofen ebenfalls schön verläuft.

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  • Vorbereitung
    5 Minuten


    2
  • Zubereitung
    15 Minuten
  • Gesamtzeit
    45 Minuten



    2

Zutaten

  • 250 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 150 g TK Erbsen
  • 150 g Möhren aus der Dose
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 100 g Schmierkäse / Sorte Gouda
  • 80 g Frischkäse
  • 20 kleine Miniknödel
  • 100 g Streukäse

Gewürze

  • 1 Prise Salz & Pfeffer
  • 1 Prise Muskat

Zubereitung

  1. 1
    Hackfleisch anbraten: Erhitze eine Pfanne und brate das Hackfleisch darin krümelig an, würze es direkt mit Salz und Pfeffer.
  2. 2
    Gemüse vorbereiten: Gib die fein gewürfelten Zwiebeln und den Knoblauch zum Fleisch, brate alles mit, bis die Zwiebeln glasig sind.
  3. 3
    Ablöschen: Mische die Erbsen und Möhren unter, gieße die Rinderbrühe dazu und lass das Ganze kurz aufkochen.
  4. 4
    Sauce verfeinern: Rühre den Schmierkäse und den Frischkäse unter, bis eine glatte und cremige Sauce entsteht, schmecke alles mit Muskat, Salz und Pfeffer ab.
  5. 5
    Schichten: Fülle die Fleischsauce in eine passende Auflaufform um.
  6. 6
    Knödel platzieren: Verteile die 20 Mini Knödel auf der Sauce, wenn du magst, kannst du sie vorher halbieren, damit sie flacher aufliegen.
  7. 7
    Überbacken: Bestreue den Auflauf mit dem Streukäse und backe ihn bei 170 °C Umluft für etwa 15 Minuten, bis der Käse goldbraun geschmolzen ist.

Tipps

    Wenn du mal keine Mini Knödel im Haus hast oder noch Reste vom Vortag im Kühlschrank liegen, kannst du auch einfach große Knödel in dicke Scheiben schneiden. Leg diese Scheiben fächerförmig auf die Sauce, so hast du am Ende sogar noch mehr Fläche für den Käse und der Auflauf sieht direkt nach richtig guter Resteküche aus. Ein weiterer Punkt für den Alltag: Falls dir die Sauce in der Pfanne schon sehr fest vorkommt, gib ruhig noch einen extra Schluck Milch oder Brühe dazu. Die Knödel saugen im Ofen nämlich ordentlich Flüssigkeit auf. Mit dem extra Schluck verhinderst du, dass der Auflauf trocken wird, und die Sauce bleibt unter dem Käse genau so cremig, wie wir sie haben wollen.

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